Foto: „Warteschlange vor einem Impfzentrum in London“ / Bildnachweis & Quelle: © Shutterstock
[Pressemitteilung]
Der weltweite Start der Corona-Impfzentren bringt Komplikationen und Chaos mit sich: aufwendige Terminkoordination und verfallende Impfdosen durch nicht wahrgenommene Termine. Zur Unterstützung von Impfzentren hat ein Leipziger Startup eine virtuelle Warteschlange mit integrierter Terminvergabe entwickelt.
Die virtuelle Warteschlange „SENSAPE Q“ soll die aufwendige Terminvergabe vereinfachen und Ansteckungen in den Warteschlangen vermeiden. Einige Bundesländer setzen bereits auf digitale Terminvergabe, doch beim Warten vor dem Impfzentrum besteht Infektionsrisiko. Hinzu kommt das Problem verfallender Impfdosen, wenn eine Patientin oder ein Patient nicht erscheint und die Kühlkette zu lange unterbrochen wurde. Mit seiner virtuellen Warteschlange, über die sich auch per Smartphone Termine buchen lassen, will das deutsche Startup SENSAPE diese Probleme angehen. Die Menschen werden gebeten, ihren Termin einige Stunden vorher zu bestätigen. Geschieht dies nicht, kann der Zeitslot schematisch direkt an andere Personen vergeben werden. Patientinnen und Patienten in der Warteschlange werden zudem automatisch benachrichtigt, wenn sie an der Reihe sind.
„Impfdosen müssen unmittelbar nach der Zubereitung verimpft werden. Besonders ärgerlich ist es, wenn eine Dose wegen eines nicht wahrgenommenen Impftermins verworfen werden muss. Über SENSAPE Q könnten Wartende in Echtzeit benachrichtigt und die Ressource gerettet werden“, sagt Michael Lehnert von SENSAPE. Über einen QR-Code vor Ort oder auf der Website des Impfzentrums könnten Patientinnen und Patienten per Smartphone in die Warteschlange einsteigen und würden benachrichtigt, sobald sie an der Reihe sind. Die Wartezeit ließe sich dann etwa im Auto oder in der näheren Umgebung verbringen, um Kontakte zu minimieren. Menschen ohne Smartphone kann laut Unternehmen ein Pager ausgehändigt werden, sobald sie sich vor Ort im Impfzentrum melden. Damit begegnet SENSAPE der verbreiteten Kritik an Online-Terminportalen, dass Menschen ohne Internetzugang oder Smartphone vielerorts benachteiligt sind. Bei der Anmeldung könnte auch ein Familienmitglied mit Smartphone hinterlegt werden, das bei Benachrichtigung an den Termin erinnert. Ergänzt werden könnte das virtuelle System durch ein Zutrittsmanagement, das die Kapazität im Impfzentrum oder am Anmeldetresen misst und per künstlicher Intelligenz erkennt, wie und ob Besucherinnen und Besucher ihren Mund-Nasen-Schutz korrekt tragen.
Sobald die Kapazität im Zentrum erreicht ist, erfolgt eine akustische und visuelle Warnung. Die Auslastung des Impfzentrums lässt sich in Echtzeit online einsehen und soll so auch die Terminwahl beeinflussen.
.webp)












