Sensape hat vom 12. bis 15. September 2026 an der Geschäftsanbahnung „Sport-, Unterhaltungs- und Veranstaltungsbranche Saudi-Arabien“ in Riad und Diriyah teilgenommen. Die Reise ist Teil des Markterschließungsprogramms für KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), koordiniert von Germany Trade & Invest (GTAI) und durchgeführt von der HFP GmbH gemeinsam mit Elements Inspire und Bundesliga Media (DFL). Das Leipziger Unternehmen war teilnehmendes Unternehmen und Speaker beim Saudi-German Sports Innovation Roundtable am 13. September im Ministry of Investment (MISA).
Warum Sensape Teil der Delegation war
Teil der Delegation war Sensape, weil der saudische Sport- und Eventmarkt genau die Fragen stellt, die Sensape seit 2015 beantwortet: Wie wird aus Besucherpräsenz ein messbares digitales Erlebnis? Die Delegation führte deutsche KMU aus Sporttechnologie, Venue-Technik und Medien mit saudischen Institutionen zusammen. Auf dem Programm standen der Roundtable im Ministry of Investment, ein Empfang in der Deutschen Botschaft Riad, der Besuch des Entwicklungsprojekts Diriyah sowie ein Spiel der Saudi Pro League in der SHG Arena.
In den B2B-Terminen traf die Delegation unter anderem die Royal Commission for AlUla, die Saudi Esports Federation, die Saudi Pro League, die Riyadh Chamber und die Sports Boulevard Foundation. Für Sensape ging es dabei nicht um Hardwareverkauf, sondern um die Frage, welche Rolle interaktive Fan-Aktivierungen in Venues spielen, die gerade erst entstehen.

Was Saudi-Arabien im Sport- und Eventmarkt baut
Saudi-Arabien baut den Sport- und Eventmarkt unter der Vision 2030 als zentrale Säule der wirtschaftlichen Diversifizierung aus. Nach Angaben der Programmträger wurde der saudische Sportmarkt 2024 mit rund 8,4 Mrd. US-Dollar bewertet und wird bis 2030 auf über 22 Mrd. US-Dollar prognostiziert (HFP GmbH, Pressemitteilung zum MEP-Projekt). Die Datenbank MEED Projects listet laut GTAI geplante und im Bau befindliche Sportstätten im Wert von über 20 Mrd. US-Dollar.
Die Terminkette dahinter ist konkret:
- AFC Asian Cup 2027 in Saudi-Arabien
- Expo 2030 in Riad
- FIFA-Weltmeisterschaft 2034 in Saudi-Arabien
- Sports Boulevard — ein 135 Kilometer langer Sport- und Freizeitkorridor quer durch Riad
- Diriyah und Qiddiya als Kultur-, Tourismus- und Entertainment-Destinationen
- Saudi Pro League mit 18 Clubs und einer seit 2023 laufenden Transformationsstrategie
Für Anbieter von Besuchertechnologie heißt das: Der Beschaffungszyklus läuft nicht in fünf Jahren an, sondern jetzt.
Fan-Daten entstehen am physischen Touchpoint
Fan-Daten entstehen dort, wo der Fan physisch steht — im Stadion, in der Arena, im Fan-Village, auf der Aktivierungsfläche. Genau das war die Kernbotschaft von Sensape in Riad. Viele Rechteinhaber im Markt wollen Reichweite und eigene Fan-Daten aufbauen, verfügen aber noch nicht über ein gewachsenes App-Ökosystem. Eine Sensape-Station löst das ohne diesen Vorbau: Der Fan interagiert vor Ort, erhält ein personalisiertes Ergebnis — ein virtuelles Selfie mit dem Spieler, ein Spielergebnis, ein Try-On — und der Betreiber erhält im Gegenzug einen sauberen First-Party-Datensatz mit Einwilligung.
Vorgestellt wurde in Riad eine Touchpoint-Logik statt eines Einzelprodukts: Fan Zone, Stadion, LED-Wand, Retailfläche und Kultur-Pavillon als zusammenhängende Aktivierungskette über eine Plattform. Bei der Saudi Esports Federation lief das System live: Besucher stellten sich vor die Kamera und erhielten Sekunden später ihr eigenes Bild an der Seite eines Spielers. Der wichtigste Baustein darin ist Allstars — virtuelle Selfies mit Spielern, im Einsatz unter anderem bei FC Bayern München und Paris Saint-Germain.
Dazu kommen: das Phantastic Portal als Aktivierungsstation, AR Games für Skill- und Luck-Mechaniken, AI Avatars für mehrsprachige Besucherführung, WebAR für App-freie Aktivierungen über das eigene Smartphone und Virtual Try-On für Merchandising am Point of Sale.
Retrofit schlägt Neubau-Wartezeit
Retrofit ist im saudischen Markt der schnellere Weg, weil die Bestandsvenues heute bespielbar sind und die Neubauten erst in Jahren öffnen. Sensape-Systeme sind modular aufgebaut und lassen sich in bestehende Venue-Infrastruktur integrieren — temporär für ein Spiel, eine Saison oder ein Turnier, oder permanent als feste Installation. Es braucht keine Bauphase und keine Anpassung der Gebäudetechnik, sondern Fläche, Strom und Netz.
Damit lässt sich ein Fan-Engagement-Konzept in einem bestehenden Stadion testen, bevor es in ein Neubauprojekt eingeplant wird. Für Betreiber, die parallel an mehreren Venues arbeiten, ist das der risikoärmere Einstieg.
Drei Erkenntnisse aus Riad
Die drei zentralen Erkenntnisse aus Riad betreffen Nachfrage, Daten und Tempo:
- Der Markt kauft Erlebnis, nicht Technologie. Gefragt wird nach Besucherwirkung, Verweildauer und messbarem Return — nicht nach Auflösung, Sensorik oder Rechenleistung.
- Fan-Daten sind der Engpass, nicht die Attraktion. Attraktionen gibt es im Markt reichlich. Der Engpass ist die saubere, einwilligungsbasierte Verbindung zwischen physischem Erlebnis und CRM.
- Tempo ist der Unterschied. Zwischen Projektidee und Eröffnung liegen in Saudi-Arabien Zeiträume, die europäische Planungslogik unterlaufen. Wer erst nach der Ausschreibung anfängt zu denken, kommt zu spät.
Hinzu kommt eine strukturelle Beobachtung: Lokale Integration, Import, Betrieb und Abrechnung sind im Königreich Teil des Produkts, nicht Nachgelagertes. Ein tragfähiger lokaler Partner ist keine Option, sondern Voraussetzung.
Wie es weitergeht
Nach der Delegationsreise arbeitet Sensape an der Vertiefung der in Riad entstandenen Kontakte und an Konzepten für Fan-Aktivierungen in Venues der Region. Delegationsformate wie das Markterschließungsprogramm öffnen Türen, die sich einzeln kaum aufbekommen lassen — sie ersetzen aber keine Vertriebsarbeit. Der eigentliche Teil beginnt nach dem Rückflug.
Wer ein Fan-Engagement- oder Aktivierungsprojekt in der Region plant, findet in der Projektübersicht vergleichbare Umsetzungen. Für konkrete Anfragen: Kontakt aufnehmen.
Über Sensape
Sensape GmbH mit Sitz in Leipzig entwickelt seit 2015 interaktive AR- und KI-Markenerlebnisse für Events, Messen, Retail und Fan Engagement. Kernprodukte sind Phantastic Portal, Allstars, AR Games, WebAR, Virtual Try-On und AI Avatars. Zu den Kunden zählen FC Bayern München, Paris Saint-Germain, Disney, Porsche, Swarovski, Toyota und über 300 Marken in mehr als 40 Ländern. Sensape verbindet die physische und die digitale Welt an genau dem Punkt, an dem Marke und Mensch aufeinandertreffen. Alle Referenzen: Projektübersicht.
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